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Josef Winkler

Corona Werke
In dieser Phase treten figurative Elemente zunehmend zugunsten einer offeneren und eigenständigeren Bildsprache zurück. Farbe, Form und Material gewinnen an Autonomie und rücken in den Vordergrund.
Die während der COVID-19-Pandemie entstandenen Arbeiten sind von einer besonderen Dichte und inneren Konzentration geprägt. In einer Zeit von Isolation, Unsicherheit und Rückzug gewinnt die Auseinandersetzung mit existenziellen Themen erneut an Intensität.
Erinnerungen, persönliche Erfahrungen und die Spannung zwischen Rückzug und Neubeginn fließen in die Werke ein. Gleichzeitig führen zeitgenössische politische Entwicklungen, insbesondere der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, zu einer erneuten Konfrontation mit und Verarbeitung seiner eigenen Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg.
In dieser Phase kehrt Winkler durch die Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart zu zentralen Themen seines Schaffens zurück. Zugleich markiert sie das Ende seiner künstlerischen Tätigkeit: Nach einem Schlaganfall am 28. August 2022 war es ihm nicht mehr möglich, seine künstlerische Arbeit fortzusetzen.
Vor diesem Hintergrund verdichten sich die leitenden Motive seines Werks weiter. Anfang und Ende, Alpha und Omega, treten in eine direkte Beziehung und werden als durchgehende Linie innerhalb seines künstlerischen Schaffens spürbar.
Die Werke zeigen einerseits noch Spuren früherer Bildstrukturen, andererseits einen zunehmenden Prozess der Auflösung und Neuformierung. Das Bild entwickelt sich immer stärker aus sich selbst heraus und wird zu einem Ort von Bewegung, Verdichtung und Transformation.











